Gerstensuppe
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2mal Gerstensuppe: vegan oder mit Selchfleisch

Gerstensuppe ist ein köstliches Herbstessen. Sie ist einfach zu kochen, macht satt und wärmt von innen. Hier kommt das Rezept dazu! Natürlich schmeckt sie auch im Winter gut. Traditionell wird sie beim Törgellen vor den gerösteten Kastanien gereicht.

Für die Gerstensuppe kann man nur Gerste verwenden, die auf eine spezielle Art geschliffen wurde. Auf der Verpackung steht dann bei österreichischen Produzenten “Rollgerste” bzw. bei deutschen “Gerstengraupen”. Falls hier jemand aus der Schweiz zu Besuch ist, freue ich mich über eine Information zur schweizerischen Bezeichnung in den Kommentaren unten!

Gerste ist eines jener Getreide, das auch in unseren Breitengraden gut gedeiht. Einst hat es eine große Rolle zur Ernährung der ländlichen Bevölkerung gespielt. Als alles, was man zum Essen brauchte, noch zum größten Teil von den eigenen Feldern und aus dem eigenen Garten stammte. Jener Bauer, der die Fisser Imperial Gerste wiederentdeckt hat und anbaut, hat selbst eine Mühle entwickelt, mit der er die Gerste zur Rollgerste schleift (siehe Foto).

Vielleicht ist die schmackhafte Gerstensuppe der Grund dafür, warum die Gerste eines der wenigen Getreide ist, das seit Jahrzehnten neben dem Weizen in jedem Supermarkt in Tirol zu finden ist. Ich bin mir fast sicher, dass sie zu so ziemlich 100 Prozent zu Gerstensuppe verarbeitet wird. Am besten schmeckt die Gerstensuppe mit der original Fisser Imperial Gerste.

Fisser Gerste
Die Fisser Imperial Gerste wird zur Rollgerste für die Suppe geschliffen. Jener Bauer, der die Fisser Imperial Gerste wiederentdeckt hat und anbaut, hat diese Mühle selbst entwickelt.

Alles, was du dafür brauchst, ist auch im Winter verfügbar. Im Originalrezept wird ein Stück Selchfleisch mitgekocht. Wer kein fleisch isst, kann das genausogut weglassen. Für den würzigen Geschmack würde ich dann allerdings einen Schuss Sojasoße dazugeben.

Für ca. 4 Portionen Gerstensuppe brauchst du

100 g Rollgerste (=Gerstengraupen). Wenn du sie irgendwie bekommen kannst, dann verwende die Fisser Imperial Gerste.

1 Suppengrün = 1 Karotte, 1 gelbe Rübe (wenn vorhanden), Lauch und Sellerie, evtl. 1 kleine Petersilwurzel Gewichtsmäßig soll jedes Gemüse ungefähr so schwer wie die Karotte sein, am wenigsten nimmst du von der sehr geschmacksintensiven Petersilwurzel.

1,5 l Wasser

Salz

Wer gerne Fleisch mag: 100 g Selchkarree
Für die vegane Variante: 1 Schuss Sojasoße

Schnittlauch zum Bestreuen. Schnittlauch ist übrigens sehr einfach zu ziehen und zu überwintern. Wer keinen eigenen Garten hat, probiert es am Balkon oder wenn möglich draußen auf der Fensterbank. In jedem Fall braucht der Schnittlauch einen Outdoor-Platz an der frischen Luft.

So einfach geht die Gerstensuppe

Die Gerste für mehrere Stunden oder über Nacht einweichen.

Das Gemüse klein würfeln und in einem hohen Topf anrösten. Die Gerste abseihen und zum Gemüse dazugeben. Mit dem Wasser aufgießen, salzen und ca. 1 Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Im Originalrezept darf natürlich das Selchfleisch nicht fehlen. Das wird im Ganzen mitgekocht, dann in Scheiben geschnitten und in die Teller mit der Suppe gelegt. Wer lieber kein Fleisch mag, bekommt den typischen Geschmack auch mit einem Schuss Sojasoße.

Mit Schnittlauch bestreuen, servieren und genießen!

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